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Arapaho Heights - Anwältin

Herzlich Willkommen auf meiner Webseite

Mein Name ist Arapaho Heights-Weber. Ich bin Amerikanerin mit griechischen Wurzeln und lebe seit 2011 mit meinem Mann in Berlin. Wir haben einen 1-jährigen Sohn und planen weitere Kinder.

Ich bin Anwältin mit Schwerpunkt internationales Recht, mein Mann Harald ist Steuerberater. Da meine Familie und ich Griechenland lieben haben wir den Entschluss gefasst uns dort nächstes Jahr mit einer Kanzlei selbständig zu machen.

Neben Erfahrungsberichten und Erzählungen aus meinem Leben, veröffentliche ich auf meinem Blog Infos rund um die Themen Recht, Steuern und Immobilien in Griechenland. Bitte beachten, dass dies nur allgemeine Informationen darstellt und keine verbindlichen juristischen Empfehlungen sind. Für individuelle Fragestellungen bitte immer einen qualifizierten Rechtsanwalt, der sich direkt mit der persönlichen Situation auseinandersetzt.

Das Gleiche gilt auch für Steuerfragen, auch hier ist es notwendig den individuellen Fall direkt mit einem Steuerberater oder Steuerfachanwalt zu besprechen. (Eine gute Quelle einen qualifizierten Anwalt zu finden ist z.B. Xing. Dort kann man das ganze Profil, Hintergrundinformationen der Kanzlei und die Skills des entsprechenden Rechtsanwalts finden. Hier ein Beispiel für einen Rechtsanwalt in Griechenland.)

Ich möchte hier ein paar allgemeine Informationen für alle geben, die sich für das Griechische Steuersystem interessieren.

Rechtliche Grundlagen – Griechenland Steuern

Die neue griechische Regierung von Alexis Tsipras verhandelt seit Monaten mit den Geldgebern um weitere Hilfskredite in Höhe von 7,2 Mrd. Euro. Das Geld in Athen wird knapp, alleine im Juni werden Rückzahlungen an den IWF in Höhe von 1,55 Mrd. Euro fällig. Auch wenn die heutigen Nachrichten aus Brüssel, trotz Schwierigkeiten bei den Flugverbindungen, positiv klingen, die Schuldenlast bleibt angesichts der schwachen Wirtschaftsleistung enorm. Die sozialistische Regierung in Athen bemüht sich, nicht in die Staatspleite zu rutschen und ihre Wahlversprechen einzuhalten. Dabei haben griechische Privatpersonen und Unternehmen Steuerschulden in Höhe von 76 Mrd. Euro – mehr als zehnmal so viel wie die jetzt in Verhandlung stehenden Auszahlungen weiterer Hilfskredite.

Der Spitzensteuersatz in Griechenland beträgt 42%, ab einem Einkommen von 42.000 Euro. Ein gleich hohes Einkommen in Deutschland wäre als Alleinstehender mit lediglich 24,3% zu versteuern, Solidaritätszuschlag inklusive. An der Höhe der Steuern liegt es also nicht, dass Griechenland vor der Staatspleite liegt, sondern vielmehr an der Steuermoral der Bürger und Unternehmen sowie den Praktiken des griechischen Fiskus bei der Steuereinziehung und Bestrafung von Steuerhinterziehung.

Nicht, wie oftmals leichtfertig vermutet, die großen Unternehmen sowie die Reedereien schulden die meisten Steuern, sondern die schwer zu kontrollierbaren Freiberufler und kleine Unternehmen. Die Schiffe der Reedereien sind in Steueroasen registriert und die Buchhaltung und Steuermoral der Großunternehmen entspricht überwiegend internationalen Standards.

Viele Freiberufler wie Anwälte und Ärzte reichen jedoch verspätete und zu niedrige Steuererklärungen ein. Kleine Unternehmen stellen oftmals keine für die Steuerberechnung notwendigen Quittungen aus – Milliarden Euros an Mehrwertsteuer und Einkommensteuer gehen hier am Fiskus vorbei. Sämtliche kleinen Unternehmen und Selbstständige zu kontrollieren ist aufgrund der Masse schlicht unmöglich, Rechnungen gehen von einer Million Selbstständiger aus – in einem Land mit nur 10,8 Millionen Einwohnern.

So wird auch die Regierung von Alexis Tsipras sich an die Mittelschicht wenden und diese mit Steuererhöhungen erneut zur Kasse bitten müssen. Die selbe Mittelschicht, die in der Parlamentswahl für Tsipras Parteibündnis Syriza stimmte.